Aldekerk Triathlon – Sprint Distanz

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Aldekerk

Yeah! Mit Minimaltraining zum maximalen Wettkampfspaß. Wenn man vor lauter Arbeit kaum zum trainieren kommt und sich dann zwei Wochen vorm Triathlon beim Segeln noch das Bein schreddert, spricht man wohl nicht von einer optimalen Vorbereitung.

Aldekerk ist ja für mich der Triathlon, für den ich überhaupt mit Triathlon angefangen habe – wobei eigentlich wegen Christina und Frietjes – allerdings leider ohne bisher daran teilzunehmen. In meinem ersten Triathlonjahr, hatte ich für Aldekerk gemeldet, aber wurde krank, so dass ich nicht starten konnte. Dafür hatte ich dann glücklicherweise einen Platz in Sassenberg bekommen. Im Jahr darauf, wollte ich wieder mit Christina zusammen in Aldekerk starten, aber da musste ich arbeiten. Gut, war nicht so dramatisch, da ich letztes Jahr meine OD in Xanten hatte. Aber bekanntlich sind ja alle guten Dinge 3 und dementsprechend habe ich dieses Jahr noch mal einen Anlauf genommen – natürlich wieder mit Christina. Und Yeah! Soviel vorab: Ich bin gestartet und ins Ziel gekommen und Frittjes gab es auch!

Wenn nix nach Plan läuft, läuft’s bei mir

Wie eingangs schon erwähnt, hatte ich nicht gerade die optimale Vorbereitung. Das lag größtenteils daran, dass Rouven und ich einfach versuchten so oft wie möglich mit Usain auf dem Wasser zu sein. Dem entsprechend waren wir kein einziges Mal auf dem Rennrad unterwegs und meine Arbeitszeiten waren so doof, dass ich es abends nicht mehr ins Schwimmbad geschafft hatte – und ja, ich gebe es zu, es war in meiner Prioritätenliste nicht so weit oben, dass ich dafür morgens schon um 5:30 Uhr aufstehen wollte. Nur laufen und Rolle fahren habe ich immer irgendwie geschafft. Aber in meiner Planung waren ja die 2 Wochen Urlaub vor Aldekerk.

Ich hatte mir schon einen Plan gemacht, der mit der Regatta in Nievenheim und einer Schwimmeinheit starten sollte. Und dann alle 2 Tage eine längere Radeinheit und entweder danach koppeln oder den Tag drauf ne längere Laufeinheit und zwischendrin natürlich immer schön am Strand spazieren und Städte erkunden – soll ja schließlich auch Urlaub sein. Nicht Teil dieses Plans war mein gecrashtes Schienbein. Joggen ging erst nach 4 Tagen wieder und das nicht wirklich schmerzfrei, aber das verrate ich erst jetzt, denn wenn ich das Rouven gegenüber zugegeben hätte, hätte er mir Sportverbot erteilt.

Und dann kam der große Tag: Ich natürlich wieder vollkommen außer Stande morgens auch nur irgendetwas zu essen, kam wie immer nicht vom Klo runter und kämpfte die Autofahrt nach Aldekerk mit Extrem-Übelkeit – also alles normal mit mir und meinem Race-Darm-Syndrom. In Aldekerk angekommen traute ich dann meinen Augen nicht. Mini-See mit Büdchen und Mini Anmeldung, Mini-Check-In, alles Mini. Das passte ja zu meiner Mini-Vorbereitung.

Also erst mal zur Anmeldung, Startnummer und Aufkleber abholen und wieder zurück zum Auto. Da merkte ich dann, dass ich den falschen Umschlag bekommen hatte, denn auf dem Aufkleber, den ich aufs Rad kleben wollte, stand Janine. Also mit Sack und Pack zur Anmeldung, eben die Unterlagen wieder tauschen und dann Check-in. Alles super entspannt und freundlich. Rad in der Wechselzone abgestellt, Wettkampfklamotten danebengelegt. Umkleideklamotten in Absperrzone deponiert. Fertig. Meine Anspannung war mit einem Schlag weg. Also aufgeregt war ich immer noch, aber positiv aufgeregt.

Ich hatte noch soooooo viel Zeit, also erst mal die Toiletten checken – ja richtige Toiletten, keine Dixis – richtiger Luxus. Danach noch Banane futtern und den Start der ersten Kindergruppe anschauen: 8-10 Jahre. Wahnsinn. Kinder sind ja schon irgendwie geil: die ballern einfach drauflos, was kostet die Welt. Energie einteilen? Fehlanzeige. Wahnsinn. Beim Ziel fast ein Fotofinish zwischen dem 1. und der 2. Platzierten. Dann endlich kam Christina und ich konnte mich langsam drauf freuen, dass wir gleich dran sind. Aber erst noch der Start der zweiten Kindergruppe, der 11-15 Jährigen.

Hell Yeah – ähm HellsBells

Dann ging es endlich für uns an den Start. bzw. erst mal zur Wassereingewöhnung. Das sollte nämlich angeblich warm sein, so dass keiner im Neo schwimmen durfte. Also ehrlich, das waren niemals 21 Grad! Niemals! Never ever! Da waren wir Frauen uns alle einig. Aber jegliches protestieren half nichts, die Wettkampfleitung hatte kein Einsehen und so gings unter HellsBells ab ins Wasser. Nach einem heftigen Tritt in den Bauch und daraus resultierender Atemnot fand ich aber relativ schnell in meinen Rhythmus. Langsam, also sehr langsam aber dafür konstant pflügte ich durchs Wasser, kroch über den Strand in die Wechselzone und stolperte schnellstmöglich mit den Klickis an den Füßen über die Wiese zur Radstrecke. Aufsteigen und Aufholjagd starten, denn meine Schwimmzeit war nicht so dolle, aber für nur 2x vorher Schwimmen üben eigentlich super. Die Radstrecke war klasse und wirklich zum ersten Mal im Wettkampf hatte ich Spaß am Radfahren. Ich kam aus dem Grinsen nicht mehr raus und Zack! waren 3 Runden vorbei und ich musste wieder runter vom Rad. Schnell wieder in die Wechselzone, Schuhe tauschen und ab auf die Laufstrecke. Bei der Wettkampfbesprechung wurde darauf hingewiesen, dass Gefahrenstellen gekennzeichnet sind – entsprechend war jede Wurzel rot angesprüht und ich hatte das Gefühl einen Parcour meistern zu müssen. 2 Runden laufen und dazu noch über einen Campingplatz mit Grillduftbegleitung und Helene Fischers „Atemlos“ – zum Glück war ich aber gar nicht atemlos und konnte sogar für meine Verhältnisse ganz passabel laufen – ich falle ja immer in die Kategorie Rennschnecke.

Yeah! Zielgerade! Achtung, Wurzeln! Ziel! Christina! Frietjes! Glücklich!

Es war so ein toller Wettkampf mit so tollen Organisatoren, Helfern und Mitstreiterinnen. Ich hatte echt Spaß! Vielleicht weil ich wusste, dass mit meinem Training eh nichts zu „reißen“ ist bzw. ich keine Erwartung an mich selbst hatte. Jedenfalls hab ich mit minimalsten Training den maximalsten Triathlonspaß für mich rausgeholt. Ich glaube das versuche ich beim nächsten Mal wieder: einfach Spaß haben.

Eure Kia

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