Schilddrüse out of control

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Schilddruese

„Halbe Schilddrüse? Da können sie Kinder vergessen und abnehmen auch“, das waren die Worte meines operierenden Arztes, als ich im Januar 2015 zur Voruntersuchung im Krankenhaus war, um mir wenige Tage später die halbe Schilddrüse entfernen zu lassen.

Ich berichte nun aus meinem privaten Nähkästchen, es folgen wirklich sehr persönliche Ansichten zu meiner Person. Ich will niemandem vor den Kopf stoßen. Wer aber vielleicht auch an einer Schilddrüsenunterfunktion leidet und noch mehr darunter leidet, keine Kontrolle über sein Körpergewicht mehr zu haben, für den ist dieser Bericht vielleicht interessant oder sogar hilfreich.

Doch zunächst auf Anfang: Früher, zu meiner Abi-Zeit, wog ich 52 kg bei einer Größe von 168 cm. In der Zeit davor und in der Zeit danach wog ich immer zwischen 49 und 55 kg. Wenn die Waage 55 anzeigte, schrillten in meinem Hirn die Alarmglocken und ich aß einfach noch weniger, so dass ich innerhalb von 2-3 Wochen wieder bei 52 kg war. Aus dem „noch weniger“ könnt ihr ableiten, dass ich A) nie besonders viel gegessen habe, B) jeden Tag laufen ging und Sit-ups machte, oder mit dem Rad zum See fuhr um entweder selber segeln zu trainieren oder zu schwimmen (oder Kinder zu trainieren), C) mit 13 Jahren magersüchtig war und das „Nicht-kotzen-können“ mein Glück/Rettung war (oder die Tatsache, dass eine Schulfreundin mit starkem Untergewicht in eine Klinik kam, was für mich sehr Augen öffnend war, so dass ich beschloss, mit 42 kg bei einer Größe von 165 cm doch wieder ab und an was zu essen, um nicht auch so zu enden, auch wenn ich mich selber als fett wahrgenommen habe).

Unerklärlicher Kontrollverlust über mein Gewicht

Irgendwann so mit Mitte/Ende 20 stellte ich fest, dass ich immer mehr zunahm, aber so gut wie gar nicht ab, obwohl ich nicht viel gegessen habe und erst recht keine Süßigkeiten oder Kuchen etc. (davon war ich noch nie ein großer Fan, deshalb bedeutet das für mich auch kein Verzicht). Ich bezog das auf die Tatsache, dass ich aufgrund meiner Arbeitszeiten nicht mehr so regelmäßig Sport gemacht habe und versuchte mich dahingehend mehr zu disziplinieren und noch mehr auf meine Ernährung zu achten – ohne nennenswerten Erfolg. Mein Gewicht lag nun bei 62-65 kg, unter eine 60 kg Marke bin ich nicht mehr gekommen – für mich ein Desaster, vor allem wenn man die Vorgeschichte kennt. Irgendwann Ende 20/Anfang 30 schnellte mein Gewicht auf 70 kg hoch. Ich war wirklich verzweifelt und steigerte mein Sportprogramm deutlich, zeitgleich hörte ich mit dem Rauchen auf (1/2 Schachtel pro Tag). Um das Nichtrauchen durchzuziehen und meinem Umfeld glaubhaft zu machen, dass ich neben regelmäßigem Pilates Training soviel laufen muss, fing ich an für meinen ersten Halbmarathon zu trainieren: 4x pro Woche joggen, plus an den Wochenenden spazieren + jede Möglichkeit nutzen zu Fuß zu gehen, nicht Aufzug zu fahren etc. Es half minimal: 67 kg ! Weniger klappte einfach nicht, egal wieviel Sport und was ich mir auch verbot zu essen. Keine Weißmehlprodukte, keine fetten Käse oder Wurst (ich bin erst seit März 2013 vegan) kein süßes Obst wie Trauben, Birnen, Mango, erst recht keine getrockneten Früchte, keine Schokolade, keine Süßigkeiten, keine Chips, keine Croissants – oder wenn, dann nur in Anwesenheit von Besuch, so dass ich „normal“ wirke, aber es mir nur in Kombination mit sehr viel Sport zum Ausgleich gestattete. Ich bin seit meinem 13. Lebensjahr wirklich großartig darin mich selbst zu kasteien, getrieben von dem Wunsch gesund zu sein und vor allem auch so auszusehen, was in meinem Kopf ein (sehr) schlankes Aussehen bedeutet.

Diagnose leichte Unterfunktion der Schilddrüse

Aus purer Verzweiflung vertraute ich mich meinem Hausarzt – für Allgemein- und Sportmedizin – an und wollte endlich wissen, was ich gegen diese ständige Gewichtszunahmen machen kann. Neben einem Plan, was ich alles essen sollte und was besser nicht – das wusste ich aber alles schon seit 18 Jahren – wurde ein Bluttest gemacht. Ergebnis: meine Schilddrüse weist eine leichte Schilddrüsenunterfunkion auf. Aber Medikamente, nein, die brauche ich seiner Meinung nach bei der geringen Unterfunktion nicht, ich solle einfach mal wirklich auf meine Ernährung achten – ich fühlte mich sehr unverstanden, aber zweifelte tatsächlich an mir, vielleicht mache ich ja doch was falsch. Promt machte ich mir Vorwürfe, wenn ich arbeitsbedingt mal eine Woche keinen Sport gemacht habe. Einige Jahre später, kurz vor Weihnachten 2014, wurde bei einer Blutuntersuchung, die aus einem anderen Grund gemacht wurde, festgestellt, dass die TSH Werte stärker von den Normwerten abweichen. Ich sollte meine Schilddrüse vom Radiologen untersuchen lassen. Dort stellte man einen über 4 cm großen Knoten fest. Ich brach weinend zusammen, der Radiologe – nicht gerade mit Empathie gesegnet – war verwundert und konnte sich doch noch dazu herablassen mir ein Papiertuch zu geben. Ich hatte direkt meine Tante Ulla vor Augen, die 25 Jahre mit sämtlichen Krebsdiagnosen zu kämpfen hatte und die 2 Jahre zuvor an Krebs gestorben ist. Wegen Tante Ulla und aus lauter Panik ebenfalls an Krebs zu erkranken, hatte ich am 03.07.2009 (schon lange vor ihrem Tod) mit dem Rauchen aufgehört und versuchte mich so gesund wie möglich zu ernähren und zu leben (kein/kaum Alkohol, Bewegung, Sport, ausreichend Schlaf). Jetzt war da dieser Knoten und mit ihm die Sorge vor einem möglichen Krebs und aber auch die Bestätigung für meinen Verdacht, dass ich wegen der Schilddrüse keine richtige Kontrolle mehr über mein Gewicht hatte. Der Radiologe eröffnete mir 2 Möglichkeiten:

  1. Sofort den Knoten und damit die halbe Schilddrüse entfernen lassen und auf Krebs untersuchen, danach lebenslange Substituierung mit L-Thyroxin
  2. Erst Kinder bekommen, dann den Knoten entfernen (Gewebeuntersuchung auf Krebs) und dann lebenslänglich L-Thyroxin.

Möglicherweise Krebs oder lebenslänglich fett?

Für mich, die ich panische Angst vor Krebs habe, war sofort klar, dass ich die OP machen lasse. Dementsprechend ging alles sehr schnell: Termin im Krankenhaus, Voruntersuchung, OP-Termin im Januar 2015. Wenige Wochen nach der Erstdiagnose lag ich auf dem OP-Tisch, die Worte des operierenden Arztes im Ohr: „Halbe Schilddrüse? Kinder können sie damit vergessen und abnehmen auch“. Das war mir in dem Moment beides egal. Hauptsache kein Krebs und erst recht kein Knoten auf meiner Schilddrüse. Der Knoten war zu groß um ihn mittels Biopsie diagnostizieren zu können und um sicher zu ermitteln ob er gut- oder bösartig ist. Ich stellte mir die Frage: Was bringen mir Kinder, wenn sie nachher ohne ihre Mama aufwachsen müssen, weil sie – also ich – dummerweise einen Knoten hatte, der sich zu Krebs entwickelte, weil sie sich nicht rechtzeitig zu einer OP entschieden hatte? Meine Angst vor Krebs wog schwerer als die mögliche Gefahr mit Übergewicht zu leben. 70 kg bei einer Größe von 168 cm sind einfach Übergewicht, zwar wenig, aber Übergewicht – etwas, dass ich niemals haben wollte, etwas was ich an mir verachte. Aber noch weniger wollte ich jetzt schon Krebs haben und bald tot sein, also raus mit dem Knoten.

Halbe Schilddrüse – Volle Packung Hormone

Nach der OP wurde ich erst auf eine halbe Tablette mit 50 Mikrogramm Thyronajod eingestellt, also nur 25 Mikrogramm. Nach 4 Wochen der erste Bluttest mit dem Ergebnis, dass ich die ganze Tablette, also 50 Mikrogramm Thyronajod, nehmen müsse. Pickel sprossen überall, auf dem Rücken wuchsen schmerzhafte Beulen. Ich ging wieder zum Arzt, so konnte ich nicht rausgehen. Mein Arzt entschied, dass ich umgestellt werde auf 50 Mikrogramm L-Thyroxin. Die Pickel wurden etwas weniger, alles schien gut, bis auf die Müdigkeit. Nach weiteren 8 Wochen ein erneuter Bluttest: Erhöhung auf 75 Mikrogramm L-Thyroxin. Damit lebte ich erst mal halbwegs gut vor mich hin, ich dachte, es wäre normal und ich müsse nun damit klar kommen, dass ich trotz Tabletten müde bin, dass ich mich zum Sport zwingen müsste, weil ich vor lauter Müdigkeit am liebsten nach der Arbeit sofort ins Bett gegangen wäre. Nach einem Jahr musst ich wieder beim Radiologen gecheckt werden. Alles war gut, bis auf das Gewicht: 76 kg. Mein Sportpensum war also nicht ausreichend, dachte ich mir. Deshalb war für mich die logische Konsequenz, dass ich noch aktiver sein müsste. Ich meldete mich zum Marathon an. Ich habe mich im Vorfeld schon immer dazu gezwungen 3-4 x die Woche zu joggen, so dass ich problemlos am Wochenende 12-18 km-Läufe absolvieren konnte. Jetzt wurden die Strecken im Marathon Training nur deutlich länger, auch unter der Woche. Nach dem Marathon (Zielzeit 4 Std 42 Minuten) gönnte ich mir eine kleine Laufpause (4 Wochen), dann ging es wieder gewohnt weiter mit 3-4 Läufen die Woche (zwischen 5 und 20 km). Erneuter Bluttest: Wechsel des Medikaments auf Euthyrox 88, da ich immer noch müde war und auch keinen wirklichen Gewichtsverlust hatte. Plötzlich Bluthochdruck, Schlafstörungen, und noch extremere Müdigkeit und Konzentrationsschwäche am Tag, da ich nachts kaum erholsamen Schlaf bekam, der obendrein auch immer schweißgebadet war. Ich schlief zum Teil mit Badetuch unter mir, da ich alles nachts durchschwitzte und schon mit Herzrasen aufwachte. Nach 4 Monaten wieder Wechsel auf L-Thyroxin 75. Wenigstens konnte ich damit teilweise schlafen, die Hoffnung, durch die erhöhte Euthyrox Dosis auch abzunehmen, wurde allerdings nicht erfüllt.

Schluss mit Bodyshaming

Ich redete mir ein, dass ich toll bin, so wie ich bin, zumindest unter diesen Umständen. Ich versuchte mich mit meinem Körper anzufreunden. Redete mir ein, dass mein Körper super ist und dass er schon so tolles geleistet hat – und das vor allem auch nur mit halber Schilddrüse. Ich nahm mir vor von nun an gut zu mir zu sein. Dann bin ich eben die lustige Dicke, die für ihre Verhältnisse recht sportlich ist. Um mich noch besser motivieren zu können und nicht immer alleine Sport machen zu müssen, fing ich mit Radfahren an (ich habe einen Rose Team DX Cyclocrosser), so dass ich mit Rouven, meinem Mann, gemeinsam aktiv sein konnte und nicht immer alleine laufen musste. Ich versuchte mir zu glauben, dass body positivity auch für mich galt. Doch nach wie vor: mein Gewicht blieb oben bei 78 kg. Um dem ganzen noch einen drauf zu setzen fing ich im Winter 2016 mit Schwimmen an, mit dem Ziel: Triathlon. Es kostet mich so viel Überwindung mit anderen Triathleten ins Becken zu springen, alle spindeldürr und oder extrem durchtrainiert – und dann ich kleiner Wal dazwischen. Aber egal, Wale sind exzellente Schwimmer, was man von mir zwar leider auch nicht behaupten kann, aber Fett schwimmt immerhin. Im Februar 2017 dann wieder zum Radiologen: 83 kg! Das war zuviel für mich. Ich flippte beim Arzt aus. Und ich flippte vor allem noch mehr aus, als der Arzt mir unterstellte, dass meine Aussage „Ich verstehe nicht weshalb ich immer dicker werde, ich lebe vegan, esse wenig bis normal viel (1800 kcal/Tag) und treibe regelmäßig Sport“, wohl ziemlich geflunkert sei, bei dem Gewicht und der Größe. Ich kochte vor Wut und zählte ihm dann in einem Sturm von Atemzug auf, was ich alles mache. Da wurde der Herr im weißen Arztkittel klein hinter seinem Schreibtisch und ich hörte nur ein kleinlautes „Oh, Entschuldigung“. Dem hatte ich es gegeben, ich hatte meine Verzweiflung endlich mal bei einem Arzt platziert, der mich jetzt anscheinend anfing ernst zu nehmen und die bisherige Therapie in Frage stellte – was ich ja schon die ganze Zeit tat.

Jetzt kommt alles ans Licht: ich bin gestört

Radiologe und Hausarzt berieten nun gemeinsam, wie man mir und meiner halben Schilddrüse vielleicht doch helfen könne. Ein genauerer Blick auf die Blutwerte ergab, dass bei mir sehr wahrscheinlich die Wandlung von T4 in T3 gestört ist. Dies wäre unter Zugabe von Thybon möglicherweise zu beheben – verlässliche Aussagen wollte aber kein Arzt machen. In einem 8-wöchigen Rhythmus musste ich nun zum Bluttest und die Dosis wurde immer wieder verändert – ich kam mir vor wie ein Versuchskaninchen. Anfangs sollte ich nur 5 Mikrogramm Thybon nehmen und weiterhin 75 Mikrogramm L-Thyroxin – ich merkte keinen nennenswerten Unterschied. Nach weiteren 8 Wochen 10 Mikrogramm Thybon und 50 Mikrogramm L-Thyroxin. Ich fühlte mich plötzlich nicht mehr so müde und konnte sogar manchmal nachts durchschlafen. Nach weiteren 8 Wochen wurde das Thyroxin noch weiter abgesenkt und das Thybon erhöht. Seit August nehme ich nun 20 Mikrogramm Thybon und 25 Mikrogramm L-Thyroxin. Seitdem nehme ich ganz langsam – wirklich ganz extrem langsam – aber stetig ab. Wie ihr an dem Bild sehen könnt, konnte ich mich wieder in meine alte Hose quetschen. Die habe ich mir vor 8 Jahren, als ich meinen ersten Halbmarathon gelaufen bin, gekauft. Damals wog ich 67 kg. Aktuell bin ich zum ersten mal zuversichtlich, dass ich die Kontrolle über meinen Körper zurückgewinne. Ich bin vermutlich nie wieder in der Lage in kurzer Zeit viel abzunehmen, so wie es als Teeny und in meinen frühen 20ern problemlos funktionierte, aber langsam ist besser als gar nicht. Beim Laufen habe ich auch wieder mehr Spaß, ist ja klar, ich muss weniger Kilos mit mir schleppen und die Herzfrequenz hat sich auch verbessert. Ich hoffe, dass ich Mitte des Jahres auf diesen Beitrag zurückblicken kann und erfolgreich noch weitere Kilos losgeworden sein werde.

Ich hoffe, dass meine Odyssee, falls ihr in einer ähnlichen Situation seid, euch weiterhilft und Thybon eventuell auch für euch die Lösung sein kann. Wenn ich etwas durch meine Schilddrüse gelernt habe, dann die Erfahrung, dass wirklich jeder Körper individuell ist und was für den einen gilt, nicht einfach auf andere übertragbar ist. Hormone sind so sensibel. Und bitte entschuldigt meine zum Teil harten Formulierungen. Aber ich habe meine Sicht auf mich und meinen Körper beschrieben. Ich will hier niemanden, der sich zu dick fühlt oder der vielleicht auch zu dick ist, angreifen. Wer für sich einen Weg gefunden hat mit sich im Einklang zu sein und gesund und glücklich ist, soll diesen/seinen Weg bitte weitergehen. Wer allerdings ähnlich verzweifelt ist wie ich, der sollte gemeinsam mit seinem Arzt was ändern und sich notfalls einen anderen Arzt suchen.

Ich freue mich von euch zu lesen.

Eure Kia

Kommentare 7

  1. Hansi Eisenberg 7. November 2018

    Hallo liebe Kia, soo interessant Dein Bericht. Ich hab seit 25 Jahren Hashimoto, Deine Symptome kenne ich zur Genüge. Ich nehme 150 L-Thyroxin und 20 Thybon…bin aber nach wie vor mit Unterfunktion behaftet. Habe auch das Gefühl im L-Thyroxin nicht weiter zu kommen…Sag mal bist Du bei t3- only angelangt?
    Freue mich auf Deine Antwort
    Lg Hansi (weiblich)

    • Kia

      Hallo Hansi,

      nein, ich habe aktuell 25 L-Thyroxin und 20 Thybon. Das Gewicht geht nach wie vor laaaaaaangsam runter. Ich habe mittlerweile wieder die leise Hoffnung, irgendwann doch bei meinem alten Gewicht von vor 20 Jahren anzukommen, aber bei meinem Sportpensum und strenger Kalorienkontrolle bin ich optimistisch. Okay, man muss ja auch optimistisch bleiben, sonst kann man gleich aufgeben.

      Hoffe bei dir bessert sich die Unterfunktion.

      Liebe Grüße,
      Kia

  2. Hey Kia, ich habe fast exakt die gleiche Situation wie du! Kein Arzt kann mir helfen, mein Freund ist genervt von meinen Srimmungsschwankungen und meiner Weinerei. Kann man dir irgendwie privat schreiben?? Ich habe niemanden zum reden, keiner nimmt mich ernst.. Ich bin 19 Jahre alt, werde jetzt bald 20, ich habe mich noch nie so schrecklich gefühlt.. habe heute aus lauter verzweiflung deinen Blog gefunden (Obwohl ich schon seit 2 Jahren google und suche) und sehe in dir evt eine große Hilfe!! Bitte melde dich bei mir 🙁

    • Kia

      Hallo Nadi,
      klar kannst du mir auch per Mail schreiben, nimm einfach die aus dem Impressum: info@kiaandthekat.com
      Vielleicht kann ich dir helfen, oder vielleicht erzählst du zumindest dem Arzt von meinem Bericht, zu dem du das meiste Vertrauen hast, wenn du schon bei einigen gewesen bist, ist hoffentlich einer dabei. Ich habe mit meinem Hausarzt Glück gehabt. Aber sonst frag doch ggf mal deinen Gynäkologen? Was Hormone und Schilddrüse betrifft, sind Gynäkologen meist ziemlich gut geschult. Wenn bei mir nicht das Gewicht langsam aber stetig runterginge, würde ich mich auch an meinen Gyn wenden. Das Problem ist einfach, dass jeder unterschiedlich ist und man meine Medikation nicht zwangsläufig auf alle anderen übertragen kann.
      Wie auch immer. Du kannst mir gerne schreiben. Und lass dich nicht entmutigen! Es kostet leider viel Energie, bis man auf einen Arzt trifft, der mal von Srandard- und Nullachtfünfzehn-Behandlungen abweicht.
      Ich wünsche dir alles Gute!
      Lieben Gruß,
      Kia

  3. Für Frauen mit Hypothyreose fühlt es sich oft so an, als ob ihre Hormone gegen sie arbeiten, wenn es um Gewichtsverlust geht, und das ist schwer, aber nicht unmöglich, um das Gewichtsziel zu erreichen. Ich danke Ihnen für das Teilen

  4. Liebe Kia,
    ich danke dir für deine Offenheit. Dein Bericht schockiert mich hinsichtlich dessen, was du alles durchgemacht hast, oder auch nicht. Ich kenne leider einige dieser Geschichten. Ja, die Schilddrüse ist unser kleinstes Organ und hat trotzdem einen enormen Einfluss auf unseren Körper und unser Wohlbefinden. Sind die Hormone nicht richtig eingestellt, geht es bergab oder drunter und drüber. Ich kenne das. Im Jahr 2008 erhielt ich die Diagnose Hashimoto und wurde aufgeklärt, was das nun für mich und meine Zukunft bedeute. Die damalige behandelnde Ärztin wies mich darauf hin, dass es schwer würde, Kinder zu bekommen und meine Gewichtzunahme nur schwer zu kontrollieren sei, abgesehen von all den weiteren Symptomen, unter denen ich Jahre zuvor bereits litt. Ich war dennoch glücklich in meinem Unglück. Denn endlich gab es eine Diagnose und ich wusste, was los war. Hatten mir doch zehn Jahre lang zuvor diverse Ärzte immer versichert, mir fehle körperlich nichts, ich solle weitere Diäten/Ernährungsumstellungen probieren und meine Depressionen bzw. Stimmungsschwankungen mal lieber therapieren lassen. Alles getan, geholfen hat es, dass ich viele Einsichten in meine Psyche erhielt, ich jedoch kontinuierlich zunahm und regelmäßig eine Berg- und Talfahrt mit meinen Hormonen erlebte. Das Einstellen des Thyroxin dauerte eine Weile. Bald erhielt ich auch Thybon. Mein sogenannter Kickstarter für den Morgen, damit mein Motor anspringt. Ich nehme diese Kombi nun seit 2009/2010 und mir geht es eigentlich gut damit. Meine vier Kinder habe ich Gott sei Dank ohne Probleme bekommen. Das hohe Gewicht ist unter Kontrolle, aber mangels Sport und wenig Zeit nur für mich, noch nicht reduzierbar, wie ich es mir wünsche. Ich habe in den letzten zehn Jahren gelernt, meinen Körper zu lieben, stolz darauf zu sein, was er und ich täglich leisten und es uns deshalb auch gut gehen zu lassen. Natürlich träume ich auch davon, diese eine Jeans, die in meinem Schrank hängt, irgendwann mal wieder tragen zu können. Dein Bericht bestärkt mich darin, mir vielleicht doch jetzt wieder etwas mehr Zeit für mich zu suchen, um Sport zu treiben. Denn auch wenn ich mich mag, möchte ich gerne leichter durch den Alltag gehen. Das eine schließt das andere ja nicht aus. Und solange bin ich gerne die dicke Mama, die die Kinder so kuschelig und trotzdem wunderschön finden.

    • Kia

      Liebe Cilia,
      das ist auch ziemlich erschreckend, zumal, wenn man in psychologischer Behandlung war, man für einige Krankenzusatzvsrsicherungen, privat Versicherung etc ungeeignet erscheint und das alles nur wegen falscher oder keiner Diagnose. Wenn man eine Diagnose hat, weiß man zumindest, dass man nicht komplett spinnt. Ich wünsche dir für die Zukunft Kraft, auch wieder an dich und deine Gesundheit zu denken und aktiv was zu machen. Vielleicht mit Mira schwimmen? Grundsätzlich finde ich schwimmen super schonend für den Körper, was nicht gleichzusetzen ist mit nicht anstrengend 😃
      Lieben Gruß
      Kia

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