Komsport – eine Frage der Einstellung

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Kia and the Kat bei Komsport in Köln

„In der Hocke sprintet sich schlecht!“ Den Spruch musste ich mir schon einige Male von Katrin drücken lassen, daher wurde es Zeit für ein Bikefitting bei Komsport.

Nach nun einigen RTFs, meiner ersten Volksdistanz im Triathlon und unzählig eingeschlafene Füße und kribbelnde Finger später, hatte ich es nun eingesehen, dass ich wohl noch mal etwas Kohle in die Hand nehmen sollte und mein Rad auf mich passend einstellen lasse. Also auf zu Komsport in Köln zum Bikefitting. Katrin hatte schon viel erzählt und ich war ganz gespannt, ob mir da auch geholfen wird. Nach einer kurzen Begrüßung, Schlücksken Kaffee/Wasser und kurzer Erläuterung meines Problems sollte ich mich umziehen.

Dann wurden zuerst meine Schuhe bzw. die Platten darunter so eingestellt, dass sie perfekt unter meinem Druckpunkt liegen. Danach wurde meine Statik überprüft. Neben einigen Übungen, wie gerade stehen, einbeinig stehen, einbeinige Kniebeuge etc. musste ich mich auf eine Matte stellen, mit deren Hilfe die Gewichtsverteilung in meinen Füßen ermittelt wurde – das ganze wurde in einer hübschen, bunten Grafik am Computer visualisiert. Jetzt war nicht nur mir sondern auch allen anderen klar, dass ich eigentlich ganz gut stehe, aber eine kleine Unterstützung in der linken Sohle brauche. Diese wurde auch direkt angefertigt. Nachdem nun meine Schuhe eingestellt waren, gings aufs Rad.

Hoch hinaus mit Komsport

Erst mal wurde der Sattel hochgesetzt. Und mit Hochsetzen meine ich auch hoch – nicht nur millimeterweise, sondern gleich 7 Zentimeter höher. Hier im Komsport „Labor“ kann ich da hochklettern, aber in echt hab ich mich schon mit Trittstufe, Höckerchen oder Leiter zu meiner nächsten Radtour anreisen sehen. Spontan an einer Ampel halten – vergiss es: da komm ich ohne Hilfe nie wieder in den Sattel – schoss es mir durch den Kopf. Aber gut, ich merkte irgendwie, hier waren Profis am Werk und die fänden meine Befürchtung und Widerworte vermutlich lächerlich, also verkniff ich mir jeglichen Protest. Wer sich vermutlich über meine nicht vorhandene Gegenwehr am meisten wunderte war mein Mann – hätte er meinen Sattel zuhause auch nur 1 cm höher gesetzt, ich hätte ihm den Puls gefühlt. Dann ging es in die Feinjustierung der Sattelhöhe bzw. Position und Schräglage des Sattels, so dass mein Knie jetzt optimal ausgependelt über der Pedale steht, bei geradem Fuß. Jetzt verstehe ich auch, was es bedeutet Druck zu machen. In der alten Sitzposition war ich gar nicht in der Lage die aufgewendete Kraft auf die Pedale zu übertragen, jetzt ist das viel einfacher und ich kann schneller und effektiver trampeln.

Survival of the Gefittest

Untenrum, also das Zusammenspiel von Sattel, Hüfte, Beine, Füße, Pedale betreffend bin ich nun schon mal gefittet, jetzt kam noch das Spielchen mit dem Vorbau. Hier stellt sich raus, dass mein Vorbau, also der vom Rad, schon gut ist, allerdings werden alle Spacer rausgenommen. Mein Lenker – ich fahre einen geraden MTB-Lenker, weil ich mich für den Anfang noch nicht an einen Rennradlenker getraut hatte – wird in seiner Neigung und der Position der Handauflageflächen noch justiert und jetzt merke ich in den Schultern und an der besseren Beweglichkeit meines Kopfes, dass ich nun komplett anders auf meinem Rad sitze und mir nichts mehr weh tut. Natürlich ist das im „Labor“ immer etwas anders, weil man nicht in einer richtigen Fahrsituation ist, aber auch auf meiner ersten RTF nach dem Bikefitting bei Komsport habe ich sofort den Unterschied gemerkt. Meine Füße bleiben wach, schlafen also nicht mehr ein und die Finger kribbeln auch nicht mehr. Das einzige was mir etwas weh tat war das linke Knie, aber das lag vermutlich an der vorherigen Belastung des Bergwanderns, das wir im Urlaub in der Schweiz ein wenig übertrieben hatten. Rückblickend wäre ich froh gewesen, wenn ich diese Um- und Einstellungen schon zu meinem ersten Triathlon gehabt hätte.

Beim Fitting haben wir auch mal ausprobiert, welcher Rennradlenker der richtige für mich wäre, aber nachdem ich mir bei Rose einen Kostenvoranschlag für den Lenker/Bremsen/Schaltungs-Umbau habe machen lassen, werde ich wohl eher in ein Rennrad investieren, das bekommt man für diese Summe nämlich schon. Jetzt freue ich mich erst mal auf den Herbst/Winter und einige schöne Ausfahrten mit meinem perfekt gefitteten Crosser durch Feld, Wald, Wiesen und Matsch.

Wie fahrt ihr so durch die Gegend? Alles fit bei euch und euren Bikes? Wer übrigens denkt, dass man bei Komsport nur mit freakigen, schnellen Bikes anrollen darf, der irrt. Jedes Rad wird passend gemacht – egal ob gemütliches Hollandrad oder Rennmaschine. Probiert es aus.

 

Transparenz Hinweis: Dieser Beitrag entspricht meiner persönlichen Meinung und Erfahrung und wurde nicht vergütet.

 

KategorieOutside is free
Kia

von

Ich bin Kia – eigentlich Saskia – und schreibe hier über meine persönlichen Erfolge, Misserfolge, und Freuden meines Alltags. Ich bin gerne an der frischen Luft und fühle mich pudelwohl, wenn ich mich bewegen kann. Hauptsache kein Stillstand.

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